In den letzten zehn Tagen gings kreuz und quer durch den Kontinent. Zuerst ein Wochenende in Sydney mit der „Above the Earth“ Foto-Roadshow von Yann Arthus-Bertrand und dem Taronga-Zoo mit Blick auf die monumentale, immer noch weisse, Spitzhauben-gekroente Oper. Am Montag Besuch der Dermatologie im Liverpool Hospital im gleichnamigen Sydney-Suburb, Donnerstag und Freitag dann ein Kurzbesuch in Melbourne/Victoria mit einigen intensiven Dermatologiestunden am St. Vincent-Hospital. Very european kann ich nur sagen und das Wetter verhielt sich lehrbuchgemaess; am Vormittag blauer Himmel und am Nachmittag Regen und Gewitter. Samstag gleich in der Frueh gings dann nach Cairns in den Norden von Queensland und weiter mit einem kleinen Linienflugzeug nach Weipa, an der Westspitze von Cap York am Carpentaria Golf. Hier gibt es nicht nur der Welt groesste Aluminium-Mine sondern auch ein wenig besuchtes Barramundi-Fischrevier erster Ordnung. Die Schwuele mit an die 40 Grad Celsius alleine erklaert nicht die geringe Besucherdichte; wer Weipa am eigenen Leib erlebt hat weiss Bescheid. Am Sonntag, nach einem 5km Morgenlauf durch den Ort, gings dann nach Mapoon, einer Aborigines Community im Muendungsdelta des Wenlock-Rivers. Auf einmal wird Weipa zur Metropole und ich glaube die Bedeutung dieser Drehscheibe der westlichen Cap York Region zu erkennen. Nach einer Nacht in Cairns mit Blick auf den Ozean gings dann heute Frueh weiter nach Kowanyama ebenfalls am Carpentaria Golf, 20 km landeinwaerts gelegen. Eingebettet in eine Gruppe von Paediatern, Internisten und Praktischen Aerzten und, der Creme della Creme, einem Royal Australian Flying Doctor wird mir der Stellenwert der Outback Dermatologie, um nicht den Fachausdruck Outreach Dermatology zu verwenden, schnell klar. Aber, wie heisst es so schoen, Einsicht ist aller Weisheit Anfang.