Mittwoch, 21. November 2007
Australien-Tour, 2. Akt
Von Kowanayama gings dann nach getaner Arbeit und vor Sonnenuntergang in einem 20-minuetigen Flug nach Pormpurrah – richtige Schreibweise nicht garantiert – einer etwas noerdlich direkt am Carpentaria Golf gelegenen Community. Kurz vor dem Dunkelwerden gabs dann noch einen sinnlosen Fischfangversuch – die beruehmten und angeblich allgegenwaertigen Barramundis wollten einfach nicht beissen. Im uebrigen gab es angeblich im Carpentaria Golf noch nie eine Hai-Attacke auf einen vereinsamten Schwimmer. Einheimische Experten fuehren dies auf die allgegenwaertigen „Crocs“ zurueck. Nach einer mehr oder weniger gelungenen Nacht war dann am Tage wieder „Medizin“ angesagt und nach der Arbeit gings dann im Fluge (keine 2 Stunden) nach Cairns, wo ein hervorragendes Gasthaus-Abendessen auf uns wartete – der Restaurant-Besitzer heissst Schreiber und kam vor 18 Jahren aus Hannover. Hoffentlich kein Omen. Am Mittwoch dann Rueckflug nach Brisbane und schon Donnerstags in der Frueh gings es quer durch den Kontinent nach Perth, der Hauptstadt Westaustraliens. WW in WA – wirklich wunderschoen in Westaustralien kann ich nur sagen. Der Swan-River, der wie ein grosser See imponiert, beherrscht die Stadt. Und vor lauter Gruen sieht man kaum die wenigen Hochhaeuser. Am Morgen bin ich dann – einfach weils so schoen war – ueber eine Stunde lang mit meinem kleinen Rucksack berucksackt entlang des Swan zum Kongress geschlendert. Nach getaner Kongress-Arbeit gings dann zum Flughafen und Freitag knapp vor Geisterstund war ich wieder in Brisbane. Also, in 14 Tagen – Brisbane – Sydney – Melbourne – Cairns – Cap York und Perth – wenn ich noch fleissig trainiere kann ich es bald mit Jules Verne aufnehmen.
Mittwoch, 14. November 2007
Australien-Tour, 1. Akt
In den letzten zehn Tagen gings kreuz und quer durch den Kontinent. Zuerst ein Wochenende in Sydney mit der „Above the Earth“ Foto-Roadshow von Yann Arthus-Bertrand und dem Taronga-Zoo mit Blick auf die monumentale, immer noch weisse, Spitzhauben-gekroente Oper. Am Montag Besuch der Dermatologie im Liverpool Hospital im gleichnamigen Sydney-Suburb, Donnerstag und Freitag dann ein Kurzbesuch in Melbourne/Victoria mit einigen intensiven Dermatologiestunden am St. Vincent-Hospital. Very european kann ich nur sagen und das Wetter verhielt sich lehrbuchgemaess; am Vormittag blauer Himmel und am Nachmittag Regen und Gewitter. Samstag gleich in der Frueh gings dann nach Cairns in den Norden von Queensland und weiter mit einem kleinen Linienflugzeug nach Weipa, an der Westspitze von Cap York am Carpentaria Golf. Hier gibt es nicht nur der Welt groesste Aluminium-Mine sondern auch ein wenig besuchtes Barramundi-Fischrevier erster Ordnung. Die Schwuele mit an die 40 Grad Celsius alleine erklaert nicht die geringe Besucherdichte; wer Weipa am eigenen Leib erlebt hat weiss Bescheid. Am Sonntag, nach einem 5km Morgenlauf durch den Ort, gings dann nach Mapoon, einer Aborigines Community im Muendungsdelta des Wenlock-Rivers. Auf einmal wird Weipa zur Metropole und ich glaube die Bedeutung dieser Drehscheibe der westlichen Cap York Region zu erkennen. Nach einer Nacht in Cairns mit Blick auf den Ozean gings dann heute Frueh weiter nach Kowanyama ebenfalls am Carpentaria Golf, 20 km landeinwaerts gelegen. Eingebettet in eine Gruppe von Paediatern, Internisten und Praktischen Aerzten und, der Creme della Creme, einem Royal Australian Flying Doctor wird mir der Stellenwert der Outback Dermatologie, um nicht den Fachausdruck Outreach Dermatology zu verwenden, schnell klar. Aber, wie heisst es so schoen, Einsicht ist aller Weisheit Anfang.
Abonnieren
Posts (Atom)
